Der AHK Rastatt ist seit je her Ausrichter der 4. Etappe der swhv AJO-Tour. Die Reithalle liegt am
Ortsrand von Rastatt und es bestehen sehr gute
Auslaufmöglichkeiten für die Hunde. Der Hallenboden ist gut, fest und griffig und Zuschauersitzplätze
sind auf der Tribüne an der Längsseite reichlich vorhanden. Parken an der Halle und in unmittelbarer
Nähe auch kein Problem. Wie immer, 'Hundlehock'
am Vorabend des Turniers in dem sich an die Reithalle anschließenden Restaurant. Ebenso konnte man
abends davor - wie bei allen Etappen der AJO-Tour - bereits melden. Ein höchst erfreulicher Service, wenn
man am Turniermorgen den Rücken mit diesen Formalitäten schon frei hat. Dem zügigen Turnierablauf
kam ebenso zu Gute, daß der A1-Parcours bereits am Abend aufgebaut wurde und der erste Start am
Turniertag um 08:30 h erfolgte. Eingeladen waren zwei 'ausländische' Richter, Tom Huber vom BLV und
'Nordlicht' Jörn Kahlmann aus Hamburg vom DVG. Wie immer, konnte man bei Tom Huber interessante
Parcours mit einigen Besonderheiten erwarten, Jörn Kahlmann dagegen war bei uns im Süden, zumindest
als Richter, bislang unbekannt.
So wurde auch niemand in seinen Erwartungen enttäuscht. Die A-Parcours enthielten jeweils ungewöhnliche
Startsequenzen und keinen Steg, dafür war die A-Wand mehrfach zu absolvieren, und natürlich auch wieder
'verleitende' Tunnelsequenzen. Es war belustigend zu beobachten, wie viele Hunde darauf insistierten,
in die andere Richtung, nämlich zum Parcours hin, starten zu wollen: "Schließlich kann es ja nicht
sein, daß nach der Starthürde weiter nichts als der Ausgang zu sehen ist".
Alle Parcours waren von ihrem Schwierigkeitsgrad her leistungsklassengerecht
und sehr rund und flüssig zu laufen. Weiterhin waren sie so konzipiert, daß nur ein absolutes Minimum an
Umbauten erforderlich war, im Grunde brauchten nur die Zahlen eingesammelt und neu gestellt zu werden;
sehr zur Nachahmung bei solchen Turnieren mit weit über 100 Startern empfohlen. (Die A1- und A2-Parcours
sind bei
Parcours-Pläne / Tom Huber
zu finden).
Jörn Kahlmann stellte den Jump-Off-Lauf für die Nullfehlerteams aus den A-Läufen und den Jumping,
bzw. Jumpingersatz 'Power-and-Speed'. Ersterer war stark an die A-Parcours angelehnt, auch hier
beschränkten sich die Umbauten auf ein Minimum, und gleichermaßen rund und flüssig zu laufen. Beim,
ich sage der Einfachheit halber Jumping-Parcours sah man bei der Parcoursbegehung schon aufgrund der
Ballung von Starten im Zentrum des Areals, daß hier Ungewöhnliches zu finden sei.
Am Start von den 'Grantigen' Florian Cerny mit Lass, Andrea Deeg mit Hope, Günter Ammon mit Moss und
Diddl, sowie in der A1 Martin Wenger mit Jester alias Brak aus dem B-Wurf. Martin mit Jester erreichte in dieser
Klasse beim A-Lauf, mit Bestzeit aber einem unglücklichen Stangenfehler, Platz zwei und im Jumping
ereilte ihn, wie so viele, ein Dis.
Offensichtliche, ins Auge springende Schwierigkeiten waren im
A3-Parcours
nicht zu finden. Natürlich waren Verleitungen gestellt, bis auf die Sequenz ab Hürde 11 bis zur Wippe
14 bei jedem Hindernis, aber die runde Linienführung und die angemessenen Distanzen ermöglichten, auch
bei sehr schnellen Hunden, führtechnisches Einwirken ohne drastische 'Notmaßnahmen', wie z. B. das
Wegrufen von Verleitungen. Allerdings war der Parcours dadurch 'stangengefährdet', wie auch der
Wettbewerbsverlauf zeigte.
Bei unserem Lauf, ich war einer der ersten Starter, ging alles gut bis zum Reifen 6. Auch die Zonen
sind wieder ein Stück schneller und sicherer geworden. Als Diddl im Tunnel 5 war, beeilte ich mich
nach vorne zu kommen, damit er nicht nach links zu mir kommt, sondern direkt den Reifen trifft.
Dabei war ich etwas zu schnell, war zu früh am Reifen und brachte Diddl fast zum Stillstand. Mit
sehr wenig Schwung nahm er den Reifen. Bei meinem Versuch zu wechseln, zog ich ihn zwischen Reifen
und Hürde durch - Vw, wieder einer dieser verunglückten Belgier von mir. Da es mir nicht auf ein V
ankommt, sondern auf einen runden Lauf mit flüssigen Wechseln, setzte ich Diddl am Reifen neu an - Dis.
Der weitere Lauf war dann fehlerfrei und auch die Zonen, wie schon vor dem Dis, sicherer und schneller.
Die anderen 'Grantigen': Florian und Lass hatten wieder einen super Lauf, schnell und sicher, mit
absolut kontrollierten Zonen, ohne Rücksicht auf die Laufzeit. Ebenso Andrea mit Hope, doch leider
ein Stangenfehler bei Hürde 11, etwas zu früh und schnell weggedreht. Günter mit Moss eine Zone und
zwei Stangenfehler. (59 Starter, 10 V0, 9 V, 12 SG, 3 G, 1 NB, 24 Dis).
Die 20 schnellsten Zeiten:
HF, Hund |
Zeit |
Vw |
Pf |
Rang |
Müller-Schnick, Philipp, Finn | 32,81 | 0 | 2 | 23 |
Pfister, Eva, Keen | 34,26 | 0 | 0 | 1 |
Lass | 34,60 | 0 | 0 | 2 |
Hope | 34,84 | 0 | 1 | 12 |
Schmitt, Wolfgang, Garry | 35,01 | 0 | 0 | 3 |
Gründler, Juana, Justin | 35,82 | 0 | 1 | 13 |
Beitl, Alexander, Chagall | 35,93 | 0 | 0 | 4 |
Schauwecker, Ernst, Ginger | 36,20 | 0 | 1 | 14 |
Steiner, Ebbo, Ness | 36,53 | 0 | 2 | 24 |
Nickels, Hinky, Quick | 36,64 | 0 | 0 | 5 |
Alff, Manuel, Chilli | 36,80 | 0 | 1 | 15 |
Kolatzek, Petra, Duke | 37,19 | 1 | 5 | 35 |
Moss | 37,28 | 0 | 3 | 29 |
Boogk, Silas, Back | 37,48 | 0 | 0 | 6 |
Behr, Beate, Amy | 37,91 | 1 | 0 | 16 |
Buchweitz, Regina, Filou | 37,99 | 0 | 0 | 7 |
Hirning, Inge, Bonnie | 38,29 | 0 | 2 | 25 |
Behr, Beate, Elexa | 38,56 | 0 | 1 | 17 |
Ritter, Martin, Luna | 39,53 | 1 | 2 | 30 |
Reischl, Edith, Donna | 39,64 | 1 | 3 | 32 |
Alle Nullfehlerläufe aller Leistungsklassen bestreiten den sog.
Jump-Off.
Das waren an diesem Tag ein Team aus der A1, zwei aus der A2 und zehn aus der A3. Auch hier zeigten
Florian und Lass wieder ihre derzeitige Bestform. (13 Starter, 2 V0, 3 V, 2 SG, 6 Dis).
Die schnellsten Zeiten ohne Zeitfehler:
HF, Hund |
Zeit |
Vw |
Pf |
Rang |
Lass | 30,26 | 0 | 0 | 1 |
Pfister, Eva, Keen | 30,70 | 0 | 1 | 4 |
Beitl, Alexander, Chagall | 30,89 | 0 | 1 | 5 |
Wörner, Manuela, Alyana | 31,56 | 0 | 2 | 6 |
Buchweitz, Regina, Filou | 34,83 | 0 | 2 | 7 |
Piske, Mina, Seven | 36,34 | 0 | 0 | 2 |
Wie die Starter-Knäuel bei den Begehungen im Zentrum des
Jumping-Parcours
schon vermuten ließen, waren da wohl etwas ungewöhnliche Sequenzen gestellt. Ein interessanter Parcours,
flüssig und mit einigen schon etwas anspruchsvolleren Stellen. Insbesondere natürlich die Startsequenz,
die so manches Fragezeichen aufwarf. Wo ruft man ab, führt man rechts oder links, macht man zwischen
Hürde 2 und 3 einen Belgier oder wechselt man hinter dem Hund? Ich war mir auch lange im Zweifel und
'beging' zwei Varianten, jeweils Abrufen bei Hürde 3, aber einmal rechts und einmal links geführt. Wenn
der Hund im Tunnel 5 verschwindet kann man in Ruhe einen Belgier machen und den Hund links geführt in
den Tunnel 8 schicken. Höchste Aufmerksamkeit war auch bei Hürde 10 zum Tunnel 11 erforderlich. Die
Hunde haben bei diesem geraden Stück ein hohes Tempo und landen weit hinter Hürde 10. Wenn sie dann
drehen, sehen sie zuerst den Tunnel 13. Hat man diese Stellen überstanden wird es etwas einfacher,
aber immer noch weit von leicht entfernt.
Der laufende Wettbewerb bestätigte alle Befürchtungen. Sehr viele Dis gingen auf das Konto der
Startsequenz, viele Hunde verschwanden nach Hürde 3 im Tunnel 11. Auch der Ausgang von Tunnel 8
erwies sich als Fehlerquelle. Ebenso natürlich der Weg von Hürde 10 zum Tunnel 11. Nicht wenige
Hunde nahmen gleich den Tunnel 13. Auch auf dem Weg zum Ziel gab es einige Dis, die Hunde sprangen
nach Hürde 17 gleich über die Hürde 2. Diddl habe ich dann rechts über Hürde 4 geführt. Den Wechsel
nach dem Tunnel 5 habe ich verpennt und daher am Reifen 7 hinter ihm gewechselt. Da ich mir auf dem
Weg von Tunnel 12 zu 13 einen Franzosen nicht zutraute, habe ich Diddl dann auch rechts geführt in
den Tunnel 13 geschickt und danach hinter ihm gewechselt. Der Rest war dann kein Problem mehr. Ich
hatte das Gefühl, daß unser Lauf etwas eckig und hakig geraten war. Tatsächlich war es aber dann die
absolut zweitschnellste Zeit und der erste Platz. Schnellster und in diesem Lauf in einer anderen
Liga war Florian mit Lass, leider hatten sie aber einen Stangenfehler. Diesen hatte auch Andrea mit Hope.
Günter mit Moss ein Dis, falscher Eingang beim Tunnel 8. (102 Starter, 15 V0, 22 V, 5 SG, 60 Dis).
Die 20 schnellsten Zeiten:
HF, Hund |
Zeit |
Vw |
Pf |
Rang |
Lass | 25,64 | 0 | 1 | 16 |
Diddl | 27,21 | 0 | 0 | 1 |
Wörner, Manuela, Alyana | 27,34 | 0 | 1 | 17 |
Hope | 27,54 | 0 | 1 | 18 |
Stubbe, Yvonne, Grey | 27,55 | 0 | 2 | 38 |
Pfister, Eva, Keen | 28,33 | 0 | 1 | 19 |
Müller-Schnick, Philipp, Finn | 28,38 | 0 | 2 | 39 |
Steiner, Ebbo, Ness | 28,46 | 0 | 2 | 40 |
Kocher, Mirka, Kate | 28,70 | 0 | 0 | 2 |
Schmitt, Wolfgang, Garry | 28,91 | 0 | 0 | 3 |
Waldmeier, Tobias, Sira | 29,29 | 0 | 1 | 20 |
Piske, Mina, Duke | 29,44 | 0 | 2 | 41 |
Wenger, Martin, Tim | 29,83 | 0 | 1 | 21 |
Kolatzek, Petra, Duke | 30,09 | 0 | 1 | 22 |
Bitsch, Gerd, Bess | 30,32 | 0 | 1 | 23 |
Schmitt, Markus, Samson | 30,34 | 0 | 1 | 24 |
Zepf, Sabine, Bandit | 31,28 | 0 | 1 | 25 |
Nickels, Hinky, Quick | 31,32 | 0 | 1 | 26 |
Behr, Beate, Elexa | 31,48 | 0 | 1 | 27 |
Lippert, Silvia, Lilly | 31,84 | 1 | 0 | 28 |
Auf den ersten drei Plätzen der AJO-Gesamtwertung 'Large' liegen nun nach der 4. Etappe drei 'Grantige':
Lass (56 Pkte.) vor Diddl (22 Pkte.) und Hope (18 Pkte.). Allerdings steht noch eine Etappe aus, die am
13. März in Heidelberg-Kirchheim.
Lass ist auch rechnerisch nicht mehr einzuholen. Die Abstände von Diddl und Hope zu den 'Verfolgern'
dagegen sind denkbar gering. Ob die Rangfolge so bleibt? Wir werden es in jedem Fall versuchen!
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und
Agility Medium und Small
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