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19.04.2003 DVG MV Rheine

Osterturnier beim DVG MV Rheine in der Dunkernreithalle. Eine sehr große Reithalle mit prächtigen Außenanlagen und Parkmöglichkeiten. Zuschauerplätze an allen Seiten. Die Halle ist derart lang, daß etwa 1/3 der Länge auch noch für 'Fahrerlager' und Zuschauer zur Verfügung stand. Laut Programm war Öffnung der Meldestelle für 7:30 Uhr und der erste Start für 8:30 vorgesehen. Das bedeutete für uns : Aufstehen um 4:00 und Abfahrt 5:00 Uhr, immerhin waren 350 km zurückzulegen. Etwas ärgerlich war es dann, nicht nur für uns, daß man es doch irgendwie schaffte, erst um 9:30 den ersten Start durchzuführen. Somit verschob sich dann der gesamte Ablauf nach hinten und da man auch was Parcoursauf- und -umbau betraf alle Zeit dieser Welt gehabt zu haben schien, war dann bei 85 Startern die Siegerehrung erst kurz vor 19:00 Uhr. Abfahrt für uns dann 19:20 Uhr. Der MV Rheine war sehr bemüht und wenn man einmal den zeitlichen Aspekt beiseite läßt, war es eine sehr schöne Veranstaltung.

Richter war H. G. Hertrich. Drei Läufe, A-Open, A-Lauf und Jumping. Im A-Open schlief ich noch und habe Diddl schon an der 2. Hürde vorbei gezogen. Das gleiche noch einmal am Weitsprung. Ich habe dann die Wippe wiederholt und bin ins Dis gelaufen. Die A1 und A2 Parcours bewegten sich m. E. an der oberen Leistungsgrenze dieser Klassen und hatten für die Hunde jedoch eine sehr flüssige Linienführung.

Der A3 Parcours war ebenfalls sehr flüssig und rund zu laufen, enthielt aber auch so seine Tücken (21 Starter, 1 V0, 4 V, 1 Sg, 3 G, 1 Nb, 11 Dis). Bei der Sequenz Tunnel 4 Laufsteg 5 landeten einige Teams im Dis auf der Wand oder verloren Zeit durch große Bögen. Bei der schnellen Sequenz Steg 5 bis Tunnel 8 lockte natürlich der falsche Eingang. Ebenso nach dem Slalom 9 zu Hürde 10 lockte der Sacktunnel. Für die schnelleren Hunde war die Mauer 18 nach dem Sacktunnel weniger schwierig, weil die einen weiteren Bogen liefen, langsamere hatten Probleme nicht zu schräg zu springen.

Sylvia Vaanholt mit Gill ist direkt vor mir gelaufen. Wie gewohnt ein sehr schneller, präziser Lauf mit schnellen, bombensicheren Kontaktzonen. Gill kam aus dem Slalom sehr schräg heraus, sprang die 10 ebenfalls sehr schräg und landete hinter der 11, die sie dann von hinten sprang - Dis. Der Rest, wie gewohnt. Sylvia sagt, sie hätte es versäumt, hier Gill kurz anzurufen. Bei Diddl war der Lauf bis zum Tunnel 8 schnell und sicher. Kein Problem den richtigen Eingang zu treffen. Fasziniert schaute ich Diddl zu wie er im richtigen Eingang verschwand und schaute, und schaute .. bis mir einfiel daß ja nun der Slalom dran wäre. Ich drehte mich um, da war kein Slalom ! Anstatt meine neue Position zu finden habe ich nur Diddl hinterher geschaut. Diddl kam aus dem Tunnel geschossen und sprang, so wie ich da stand, richtigerweise wieder durch den Reifen - Dis. Ich schickte ihn wieder in den Tunnel und beendete den Lauf bis zum Ende 'fehlerfrei'. Dies ist ein Fehler den ich offensichtlich bei mir nicht so schnell 'raus kriege. Bei Bunny hatte ich ja bei Tunnels fast endlos Zeit mich zu positionieren.

Der Jumping-Parcours war ebenfalls sehr flüssig und schnell, aber mit 'Sollbruchstellen'. Gefährdet war die Stange von Hürde 3, weil man sich für die Sequenz Tunnel 4 - Mauer 5 Hürde 6 schon etwas beeilen mußte um am Slalom ungeschoren vorbei zu kommen und der Hund nicht nach der Mauer 5 zur Hürde 16, 7 wegkippt. Bei der Sequenz vom Tunnel 9 zur Hürde 14 war es vorteilhaft sich rechtzeitig vom Tunnel zu lösen um den Tunnel 13, die Hürde 14 und vor allem den Slalomeingang 15 zu treffen. Auch für die Passage Hürde 16 - 17 zum Tunnel 18 mußte man sich rechtzeitig vom Slalom lösen können.

Sylvia sprach Gill direkt auf der Hürde 3 an : 'Tunnel' und die Stange fiel. Davon abgesehen, ein sehenswerter Lauf in absoluter Bestzeit, exakt 27,00s. Diddl lief wie an der Schnur gezogen. Ich selber konnte alles, was ich mir für die 'Knackpunkte' vorgenommen hatte umsetzten und wir erreichten die absolut zweitschnellste Zeit (27,26 s) und Platz 1. Auf Platz 2 Ingeborg Rieschig mit ihrer Borderhündin Amity in 27,80 vor Marion Venker auf Platz 3 mit Gröni Caius (28,46 s). Für Ingeborg als A1-Starterin ein Riesenerfolg. Ein Team, bei dem Ingeborg kurz vor der Resignation stand, weil es, wie es damals schien, diese irrsinnig schnelle Borderhündin im Parcours nicht zu kontrollieren sei. Durch Vereins- und Trainerwechsel, jetzt beim HSV Groß Grönau, ging es dann bergauf. Schon im A-Lauf mit Superzeit und nur einem durch Ingeborg herbei geführten Fehler - sie ist selber auf den Sacktunnel getreten - durchgekommen.

Vom späten Ende abgesehen eine gelungene Veranstaltung mit Läufen die Spaß gemacht haben und mir auch wieder einige Lerneffekte bescherten.